Ein Mäusekind macht erste Skiversuche
Es war ein kalter Wintermorgen, und dicke Schneeflocken tanzten sanft vom Himmel. Die Kinderpiste glitzerte unter einer frischen weißen Decke, und die Luft roch nach frischem Schnee. Kleine Schneemäuse huschten fröhlich zwischen den Pistenrandmarkierungen umher.
Mimi, das Mäusekind, stand aufgeregt mit ihren winzigen, roten Skiern am Rand der Piste. Neben ihr stand Papa Maus, der stolz seine kleine Tochter betrachtete. „Bist du bereit, Mimi?“, fragte er sanft.
„Ja, ich glaube schon, Papa“, antwortete Mimi und zwang sich zum Lächeln, obwohl sie ein bisschen nervös war. Die Ski fühlten sich schwer an ihren Pfoten an, und der Hang vor ihr schien steiler, als sie es sich vorgestellt hatte.
„Nichts überstürzen, mein Schatz. Ich bleibe die ganze Zeit bei dir“, beruhigte Papa Maus seine Tochter. „Wir fangen ganz einfach an.“
Mimi nickte und atmete tief durch. Sie öffnete die Augen und ließ ihren Blick über die verschneite Landschaft schweifen. Der Schnee glitzerte in der Morgensonne, und die winterliche Kälte kitzelte in ihrem Gesicht.
Langsam setzte sie sich in Bewegung, Papa Maus dicht an ihrer Seite. Die ersten Schritte waren zögerlich, zaghaft, doch mit jedem kleinen Schwung fühlte sich Mimi sicherer. Ihr Herz klopfte wild, während der Wind ihr leise um die Ohren summte.
Die Kinderpiste war belebt. Überall flitzten kleine Tiere auf Skiern hin und her. Mimi beobachtete ein kleines Eichhörnchenkind, das fröhlich lachend vor ihr einen Buckel übersprang.
„Schau, Papa!“, rief Mimi und versuchte ebenfalls einen kleinen Sprung. Doch vor Aufregung verlor sie das Gleichgewicht und plumpste in den weichen Schnee.
Papa Maus half ihr sofort auf die Beine. „Das war ein guter Versuch!“, sagte er aufmunternd. „Wichtig ist, dass du es probiert hast.“
Mimi schüttelte den Schnee von ihrem Fell. „Es hat Spaß gemacht!“, lachte sie und strahlte übers ganze Gesicht.
Ermutigt von ihrem ersten Versuch, übte sie weiter. Sie fühlte das Knirschen des Schnees unter ihren Skiern und hörte das leise Knacken der Äste in den Bäumen um sie herum.
Nach einer Weile fühlte Mimi sich viel sicherer. Die Skier schienen nun wie ihre eigenen Pfoten zu sein, gelenkig und stark. Sie erkannte die neugierigen Blicke anderer Tiere, die ihre Fortschritte bemerkten.
„Papa, schau mal!“, rief Mimi erneut, als sie sich entschlossen einen kleinen Hang hinunterstürzte. Diesmal gelang es ihr, das Gleichgewicht zu halten, und sie machte ihre ersten, eigenständigen Schwünge.
„Hurra, Mimi!“, jubelte Papa Maus und klatschte in die Pfoten. „Das hast du fantastisch gemacht!“
Mimi fuhr zu ihrem Papa zurück, ihr Herz voller Stolz und Freude. Der Schnee war kalt an ihren Pfoten, aber sie fühlte die Wärme der Anerkennung, die ihr Papa ausstrahlte.
Nachdem sie den ganzen Morgen geübt hatte, fühlte sich Mimi im Skifahren viel selbstbewusster. Sie wusste, dass noch viele Abenteuer auf sie warteten und dass sie mit Übung und Geduld alles schaffen konnte.
Als die Sonne langsam hinter den schneebedeckten Bäumen verschwand, packten Mimi und Papa Maus ihre Sachen. Der Abend dämmte und es war Zeit, nach Hause zu gehen. Die Piste leerte sich und eine ruhige Stille legte sich über den schneebedeckten Hügel.
„Mimi, du warst heute so mutig und hast so viel gelernt“, sagte Papa Maus während sie Hand in Hand den Heimweg antraten. Mimis Herz fühlte sich so leicht wie eine Schneeflocke an, die sanft vom Himmel zur Erde fiel.
„Danke, Papa“, flüsterte sie zufrieden. In der warmen Geborgenheit der Liebe ihres Vaters fühlte sich Mimi glücklich und wie ein richtiges Skikind.
Und so trudelten sie, voller Vorfreude auf den nächsten Tag im Schnee, durch die stillen Winterlandschaften heim.
Der Mond glänzte sanft über der verschneiten Piste, während die Mausfamilie sich aufmachte, das nächste Kapitel ihrer winterlichen Abenteuer zu entdecken.




