Eine ruhige Winterwanderung zum Einschlafen
Es war eine klare, kühle Winternacht, und die Sterne funkelten hell am samtblauen Himmel. Die Welt war in eine flauschige Schneedecke gehüllt, die leise unter den Pfoten von Waschbär Marlin knirschte, während er behutsam den Pfad entlangging. Neben ihm tappte Fuchs Piet, sein langer buschiger Schweif hinter ihm herziehend wie ein Federbesen auf frischem, unberührtem Schnee.
„Schau mal, wie die Sterne funkeln, Piet“, sagte Marlin mit leiser Stimme, fast als wolle er das Geheimnis der stillen Nacht bewahren.
„Ja, sie scheinen so nah zu sein, dass man sie fast berühren könnte“, flüsterte Piet zurück und warf einen Blick nach oben, seine Ohren spielten mit den Schatten der Nacht.
Sie liefen weiter, und der Schnee glitzerte im Schein des Mondes, der gerade hinter den Baumwipfeln auftauchte. Die Frostluft roch klar und rein und hinterließ kleine weiße Atemwolken im Wind.
Das Paar wanderte schweigend weiter, die schneebedeckten Bäume standen wie Wächter am Wegesrand und der eisige Wind ließ die Äste leise rascheln. Marlin konnte die Ruhe der Nacht spüren, sie umschmeichelte ihn wie eine warme Decke.
„Meinst du, wir finden vielleicht den großen Dachs, von dem alle reden?“, fragte Marlin neugierig und blickte zu Piet hinüber, während ihre Schritte sanfte Spuren im Schnee hinterließen.
Piet lachte leise, seine Augen funkelten wie zwei kleine Funken. „Vielleicht wartet er da draußen irgendwo und lauscht, während wir durch seine Schneewelt laufen.“
Plötzlich blieb Piet stehen und deutete auf eine Lichtung, die vom sanften Schimmer des Mondlichtes in eine magische Bühne verwandelt worden war. „Schau, Marlin, hier können wir uns ein wenig ausruhen.“
Sie ließen sich nieder, die Schneedecke fühlte sich überraschend weich und einladend unter ihnen an. Der Wind hatte sich gelegt, und die Nacht war erfüllt von einer beruhigenden Stille.
Hier, mitten im Schneefeld, fühlten sich Marlin und Piet geborgen. Sie schauten in den Himmel, wo die Sterne wie funkelnde Eisblumen blühten. Piet schloss die Augen und lauschte dem stillen Puls der Nacht. Marlin kuschelte sich näher an seinen Freund, während die Kälte des Schnees von der Wärme ihrer Freundschaft vertrieben wurde.
„Ich glaube, dies ist ein perfekter Ort zum Träumen“, murmelte Marlin schläfrig.
„Ja, und wenn der Morgen naht, wird alles hier noch immer voller Zauber sein“, antwortete Piet, seine Stimme kaum mehr als ein geflüstertes Echo im Wind.
Langsam sanken die beiden in einen ruhigen Schlummer, gebettet in die Arme der Winternacht, behütet von den tausend leuchtenden Augen des Himmels.
Die Winterwanderung hatte sie sanft zur Ruhe geführt, und in der luftigen Umarmung des schlafenden Waldes fanden sie Frieden. Die Sternenruhe umhüllte sie, als sie träumend von neuen Abenteuern und warmen Frühlingsmorgen dachten, die bald kommen würden.




